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Osterbräuche in Finnland

Dieser Eintrag stammt von Engelbert Am 18.3.2008 @ 12:30 In Finnland | Keine Kommentare

Dieses Jahr ist Ostern recht früh (23/24. März), es liegt etwas Schnee in Südfinnland und die Temperaturen um Null Grad, die sollen aber bis Ostern noch unter Null sinken. Aber das Wetter hat die kleinen Hexen nicht gehindert ihren Tätigkeiten am letzten Sonntag nachzugehen.

Junge Mädchen als Hexen verkleidet, mit bemalten Gesicht und Kopftüchern ziehen am Sonntag vor Ostern von Haus zu Haus, drohen mit der Rute. Nach der Frage, ob sie Hexen dürfen (Saako täällä virpoa?), was man mit ja beantworten muß sagen Sie ihren Spruch auf, Virvon, Varvon, tuoreeks, terveeks, tulevaks vuodeks piiska sulle palkka mulle und überreichen einen geschmückten Zweig. Dafür erhalten sie Süßigkeiten oder etwas Kleingeld.

Die Osterhexen sind längst zum Symbol des Osterfestes geworden. Es kommt aus altem skandinavischen Glauben, wonach zwischen Karfreitag und Ostern die Hexen fliegen. Die Osterfeuer in Westfinnland sollten sie ursprünglich vertreiben.

Vor Ostern wird Ostergras in Schalen gesät, die dann zu Ostern auf den Fensterbänken stehen. Auch Ostereier bemalen gehört dazu, nur das Verstecken der Eier ist unbekannt.

Zum Osteressen gehört auch Hammelfleisch und dann natürlich Mämmi zum Nachtisch. Früher war mämmi eine Fastenspeise, die in Schachteln aus Birkenrinde angeboten wurde. Heutzutage wird mämmi als Nachtisch mit Sahne und Zucker serviert.

In Finnland ist auch der Ostersonntag für die Kinder ein Tag zum Feiern. So ziehen sie am Morgen lautstark mit Musikinstrumenten, Ratschen und Kuhglocken durch die Straßen als Zeichen für das Ende der Karwoche und des Winters. Denn in Finnland feiert man zu Ostern nicht nur die Auferstehung Jesu, sondern auch den Beginn des Frühlings.


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